Lebenskunst für Alltags-Situationen

 

In zeitlichen Abständen werden unter "Lebenskunst für Alltags-Situationen" Artikel aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen publiziert.

Bis jetzt sind erschienen:

07.09.17: Entschleunigen Sie Ihren Alltag

29.11.16: Sorge Dich nicht-Entscheide!

12.06.16: Der "gelebte" Mensch

03.02.16: Guter persönlicher Umgang mit sich selbst

14.04.15: Wichtige Veränderungen unserer Gesellschaft

12.02.15: Was ist der Mensch?

26.03.14: Vorsicht: Manipulations-Gefahr

15.11.13: Voraussetzungen für einen guten Tag

07.03.13: Leben Sie Ihre Träume

17.10.12: Vorbereitung auf den Ruhestand

05.07.12: Lebensweisheiten für Alltags-Situationen

20.03.12: Partnerschaft nach dem Abschied vom Beruf

27.12.11: Zwischenmenschliche Beziehungen

18.05.11: Ihre Gedanken

21.03.11: Fünf Weisheiten für jeden Tag

22.02.11: Entrümpeln Sie Ihr Lebensumfeld

07.01.11: Fragen zur Tagesgestaltung

30.10.10: Persönliche Vorsorgeregelungen

 

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07.09.2019

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29.11.2016

13.06.2016

 

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06.02.2016

 

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14.04.2015




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12.12.2014


 

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26.03.2014 


Vorsicht: Manipulations-Gefahr!

 

Ob Sie es wahr haben wollen oder auch nicht, immer wieder wird es Menschen gelingen, Sie zu etwas zu bringen, was Sie eigentlich gar nicht möchten. Dies stellt eine ernsthafte Gefahr für Ihre Lebensgestaltung durch selbstgewählte Entscheidungen dar. Warum akzeptieren Sie oft Standpunkte, Argumente, Forderungen, Wünsche usw. anderer Menschen, der Politik, Firmen und Organisationen, obwohl Sie sehr deutlich spüren, dass diese eigentlich gar nicht Ihren Ansichten entsprechen und Ihre eigenen Entscheidungen und Lebensgestaltung negativ beeinflussen?

Die einzig richtige Antwort darauf:

 

Sie werden manipuliert!!!

 

Dies kann Ihnen in allen Lebenssituationen passieren, in dem Sie mit Menschen Kontakt haben, wie z. B.

  • in Diskussionen,
  • in Verhandlungen,
  • in Konflikt- oder Kritikgesprächen oder
  • in Gesprächen mit dem Partner, Freunden und Kollegen.

Für die meisten Menschen ist Manipulation ein negativ besetztes Wort. Sie fühlen sich gegen ihren Willen hineingedrängt in Denk- und Verhaltensweisen, die sie als nicht eigene erkennen. Und dennoch richten sie sich wie unter Zwang nach dem, was

  • Werbung,
  • Fernsehen,
  • Zeitungen,
  • Internet,
  • Mode,
  • Lifestyle usw.

ihnen vorgeben, was im

  • Berufs-,
  • Geschäfts- und
  • Privatleben

die „Stärkeren“ von ihnen fordern.

Vom Typ her gibt es vorwiegend die

  • politische,
  • wirtschaftliche,
  • soziale und
  • religiöse

Manipulation.

Mehr als vermutet wird auch im

  • privaten Umgang

durch die Sprache bewusst oder unbewusst manipuliert. In diesem Zusammenhang spielen die Techniken der „emotionalen Erpressung“ eine wichtige Rolle. Hierbei wird versucht, Schuldgefühle bei Freund, Partner, Kindern usw. auszulösen, um sie zu einem gewünschten Verhalten zu bewegen. Besonders in der Partnerschaft und in der Familie wird diese äußerst üble Manipulationstechnik bevorzugt eingesetzt. Als Anwender dieser Technik müssen Sie sich jedoch im Klaren darüber sein, dass Sie durch diese Vorgehensweise Frust, Aggressionen und Streit auslösen.

 

Gehen Sie davon aus, dass Ihr menschliches Umfeld permanent versucht auf Ihr Leben und damit auf alle Entscheidungen Einfluss zu gewinnen.

 

Dies kann geschehen durch:

 

  • „wohlgemeinte“ Ratschläge,
  • „gezielte“ und manipulierte Informationen,

  • Bedarf weckende Werbemaßnahmen,

  • „Jugendwahn“ im Lifestyle-Bereich,

  • Psychotricks beim Einkaufen, wie z. B. Waren-Anordnung,  Licht,  Musik, Geruch,

  • Vorgabe einer „einmaligen“ Chance,

  • emotionale Erpressungen durch Familienmitglieder,

  • Religions-Fanatiker, usw.

     

    Wie können Sie sich gegen Manipulationen schützen?


  • Überprüfen Sie Ratschläge, Infos, Werbemaßnahmen usw. auf Richtigkeit durch andere Quellen.

  • Vor „Verführungen“ beim Einkaufen schützen Sie sich am besten durch eine Einkaufsliste, die Sie natürlich auch „eisern“ beachten sollten.

  • Signalisieren Sie bei emotionalen Erpressungen, dass Sie die Absicht durchschaut haben und nicht erpressbar sind.

  • Vertrauen Sie Ihrem gesunden Menschenverstand und Ihren Lebenserfahrungen.


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15. 11. 2013

 

In der folgenden Übersicht sind 12 wichtige Segmente zusammengestellt, die als Voraussetzungen für einen guten Tag dienen.

Diese Zusammenstellung ist mit Sicherheit nicht vollständig und läßt sich durch Ihre perönlichen Vorstellungen erweitern.

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07.03.2013

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17.10.2012

 

Vorbereitung auf den Ruhestand

 

Zu den wichtigen Vorbereitungen auf den Ruhestand zählen:

  

·  Klärung der Renten(Pension)-Zahlung

   Hierbei kann Ihnen eine Beratung durch die Deutsche

   Rentenversicherung gute Dienste leisten. Die entsprechende

   Kontaktadresse für Ihren Einzugsbereich finden Sie auf der

   Webseite:  www.deutsche-rentenversicherung.de

  

·  Zuverdienst-Möglichkeiten

   Informationen dazu können Sie von den Beratern der Deutschen

   Rentenversicherung erhalten.

 

· Wohnungsfrage klären

   Umzug, kleinere Wohnung, Wohnheim usw.

 

· Tagesgestaltung überdenken

   Persönliches Selbstmanagement pflegen.

 

· Hobbies kultivieren

 

· Überlegungen zur Mitarbeit in sozialen und politischen 

  Organisationen

  (z.B. ehrenamtliche Tätigkeiten übernehmen)

 

Ruheständler-Eine Typologie

 

Die Buchautorin Barbara Langmaack(siehe Literatur) unterscheidet die folgenden vier Typen unterschiedlicher Gestaltungsmöglichkeiten für das Leben im Ruhestand:

 

DIE WEITERMACHER

Aufbauend auf bisherigen beruflichen Erfahrungen, wird er in ähnlicher Stelle, vielleicht ehrenamtlich, in einem selbstbestimmten Feld weitergearbeitet.

 

DIE ANKNÜPFER

Persönliche Kompetenzen und fachliches Wissen werden mitgenommen und an anderer Stelle einsetzt; sich etwa in sozialen oder politischen Bereich engagieren.

 

DIE BEFREITEN UND DIE NACHHOLER

Bei den Befreiten und Nachholer haben oft ungeliebte Tätigkeiten und Zwänge oder Mehrfachbelastungen vorgeherrscht.

Der Ruhestand kann von ihnen als Erleichterung, als Geschenk erlebt werden.

Für sie eröffnen sich mit dem Ruhestand Möglichkeiten der Realisierung von im bisherigen Leben unerfüllt gebliebenen Wünschen und Träume.

 

Ihr Leben besteht aus 5 Säulen, die Sie für den Ruhestand neu justieren müssen:

 

1. Arbeit und Beschäftigung

  •  Neugestaltung des Tages- und Wochenrhythmus
  •    Sie haben Zeit!!!
  •    Suche nach sinnvollen und anregenden Aufgaben.
  •  Hobbys aktivieren.

 

2. Materielle Sicherheit

    Die Einkünfte aus Rente und/oder Pension sind in der Regel 

    deutlich niedriger als die Einnahmen aus Lohn oder

    geschäftlicher Tätigkeit.

    Im Ruhestand haben Sie genügend Zeit sich mit der 

    Vermögenspflege, wie z.B. Wohnung, Haus, Garten,

    Kapitalanlagen usw. zu beschäftigen.

 

3. Lebenssinn und Werte

    Mit zunehmendem Alter gewinnen spirituelle Überlegungen und

    religiöse Anschauungen an Bedeutung und sollten nicht

    verdrängt werden.

    Auch Veränderungen gegenüber in der Vergangenheit wichtigen

    Wertvorstellungen bleiben nicht aus.

 

4. Beziehungen und Freundeskreis

      Ihre Partnerschaft und zwischenmenschliche Beziehungen sind

    vergleichbar mit einem Bankkonto:

    Alles was dem anderen gut tut, ist eine Einzahlung,

    alles andere sind höchstwahrscheinlich Abbuchungen!

 

 

5. Sorgsamer Umgang mit der eigenen Gesundheit und eine

ausgewogene  Balance finden für Körper, Geist und Seele.

     „Sei gut zu deinem Körper, damit sich deine Seele darin

     wohlfühlen kann“

                                                    Teresa von Avila (1515-1582)

 

Wenn Sie keine Entscheidungen treffen, können Sie keine Veränderungen herbeiführen und Ihr Leben im Ruhestand nicht nach Ihren Wünschen gestalten.

Wichtige Vorbereitung für den Ruhestand aufzuschieben, bedeutet für Sie Stillstand oder zum Spielball anderer Menschen zu werden.

 

Die Gestaltung Ihres Ruhestandes und der richtige Umgang mit entsprechenden Entscheidungen haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf Ihr körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden.

Verdrängen Sie nicht wichtige Vorkehrungen, die für die Gestaltung Ihres Ruhestandes, auf Sie warten.

 

 

Weiterführende Literatur:

 

Barbara Langmaack: „Ungeplanter Ruhestand“, Klett-Cotta /J. G.

                                Cotta'sche  Buchhandlung Nachfolger,

                                ISBN: 9783608918700

 

Hubert Hein: „Fit für die zweite Lebenshälfte - Infos, Ideen und

                    Anregungen für  die Zeit nach dem Beruf“,

                    Books on Demand, ISBN 9783837099652

                    (Siehe auch "Meine Bücher")

 

Hubert Hein: „Wichtige Entscheidungen die in der zweiten

                    Lebenshälfte auf Sie warten – Informationen und

                    Tipps für die Umsetzung“,

                    Books on Demand, ISBN 9783837099652

                    (Siehe auch "Meine Bücher")

 

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  05.07.2012

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 20.03.2012

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27.12.2011

 

Zwischenmenschliche Beziehungen

 

Wer im Verkehr mit Menschen die Manieren einhält, lebt von den Zinsen. Wer sich darüber hinwegsetzt, greift sein Kapital an.“                                          

Johann Wolfgang von Goethe 

"Wer lächelt statt zu toben, ist immer der Stärkere."                                             

Japanische Weisheit

 

Welche sinnvolle Verhaltens-Regel lassen sich anwenden, wenn es um die Verbesserung von zwischenmenschlichen Beziehungen geht? In der täglichen Praxis haben sich folgende Überlegungen bewährt und sind es deshalb wert, Beachtung zu finden.

Versuchen Sie im Anderen zunächst einmal den Menschen wahrzunehmen, der

  •  auch sein Leben gestalten möchte,
  • ähnliche Probleme und Sorgen hat wie Sie

Nehmen Sie es hin, dass Ihre Mitmenschen

  • anders sind,
  • anders denken,
  • anders handeln,
  • anders empfinden,
  • anders sprechen,
  • anders...............

Phil Bosmans schreibt in seinem Buch „Vergiss die Freude nicht“ unter der Überschrift „Reden ist In“ folgende treffende Sätze, die sich hervorragend für die Verbesserung unseres Verhaltens im Umgang mit Menschen eignen:

„Sei vorsichtig mit deinen Reden.

Worte sind mächtige Waffen, die viel Unheil stiften können.

Spucke keinen an mit deiner Zunge und mit deinem großen Mund, mache keinen kurz und klein.

Ein hartes Wort, ein scharfes Wort, das kann tief verletzen, im Herzen lange weh tun und eine Narbe hinterlassen.

Sei deshalb liebevoll mit deinen Worten.

Worte sollen „Licht" sein, Worte sollen versöhnen, einander näherbringen, Frieden stiften.

Wo Worte „Waffen" werden, stehen sich Feinde gegenüber.

Das Leben ist viel zu kurz und unsere Welt viel zu klein, um ein Schlachtfeld daraus zu machen.

Herr, hilf mir, meinen großen Mund zu halten, bis ich weiß, was ich sagen will.

Amen.“

Beachten Sie immer die unsichtbaren Spruchbänder, die alle Menschen (es gibt keine Ausnahmen!) auf ihrer Brust tragen:

  • Ich möchte wichtig sein!
  • Ich möchte anerkannt werden!
  • Ich möchte bewundert werden!

Je größer wir jedoch das DU schreiben und je kleiner das ICH, desto reicher wird in aller Regel unser Leben.

 

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18.05.2011

 

Ihre Gedanken

 

„Träume nicht dein Leben, sondern lebe deine Träume!“

 

Wer kennt Ihre Wünsche und Sehnsüchte besser als Sie?

Nur Wünsche, Sehnsüchte, Ideen, Aufgaben usw., die in Ihrer Gedankenwelt vorhanden sind, können Sie transparent machen, in Worte fassen und durch Entscheidungen umsetzen.

Dazu einige Anregungen.

 

  • Ihre Gedanken bestimmen die Gestaltung Ihrer Lebenszeit!
  • Ihre Gedanken beeinflussen Ihre körperliche und geistige Gesundheit!
  • Ihre Gedanken sind verantwortlich für die Qualität Ihrer Partnerschaft!
  • Ihre Gedanken haben Einfluss auf Ihre finanzielle Situation!
  • hre Gedanken gestalten Ihre Lebensbalance in den ICH-, DU- und SACH-Welten!
  • Ihre Gedanken…!!!

 

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   21.03.2011

 

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 22.02.2011

 

Weitere Hinweise finden Sie in den Büchern

 

"Fit für die zweite Lebenshälfte"

 

und

 

"Wichtige Aufgaben die in der zweiten Lebenshälfte auf Sie warten"

 

Siehe Kapitel: Meine Bücher

 

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07.01.2011

 

In der folgenden Darstellung finden Sie Fragen für eine sinnvolle Tagesgestaltung

 

Ausführliche Tipps und Anregungen zur Tagesgestaltung finden Sie auch in den Büchern

"Lebe mit Verstand und Gefühl"

 

und

 

"Fit für die zweite Lebenshälfte"

 

Siehe Kapitel: Meine Bücher

 

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 30.11. 2010

 

 Persönliche Vorsorgeregelungen

  

Von heute auf morgen kann sich alles in Ihrem Leben ändern - aber wer denkt schon daran, wenn er noch gesund und mobil ist? Durch eine schwere Erkrankung, einen Unfall oder durch altersbedingte Veränderungen können Sie schnell in eine Situation kommen, die Sie daran hindert

  • selbstverantwortlich,
  • sinnvoll  und
  • rechtswirksam

zu handeln.

Bedenken Sie:

Auch Ihre Familienangehörigen können in diesen Fällen nicht für Sie entscheiden. Ehegatten und Kinder können nur mit Vollmacht - mit Ihrer schriftlichen Willenserklärung - für Sie handeln. Es kann dann sein, dass nach dem Betreuungsrecht eine gerichtlich bestellte Betreuerin oder ein Betreuer als Hilfe, Unterstützung und gesetzlicher Vertreter bzw. gesetzliche Vertreterin mit Ihnen oder für Sie handeln muss. Sie können jedoch schon in Ihren gesunden Tagen im Rahmen einer

Vorsorgevollmacht,

eine oder mehrere Personen Ihres Vertrauens benennen, die dann Ihre persönlichen, finanziellen und gesundheitlichen Angelegenheiten für Sie regeln.

Wenn Sie von einer Vorsorgevollmacht keinen Gebrauch machen wollen, können Sie im Rahmen einer

Betreuungsverfügung

eine Person bestimmen, die in der Zukunft Ihre Betreuung für festgelegte Bereiche übernehmen soll.

In einer

Patientenverfügung

haben Sie die Möglichkeit, Ihren mutmaßlichen Willen im Falle einer medizinischen Behandlung, bei schwerer und aussichtsloser Erkrankung (wie dauerhafter Bewußtlosigkeit, Dauerschädigung des Gehirns oder einer mit Sicherheit zu Tode führende Krankheit) schriftlich festzuhalten, als Handlungs- und Entscheidungsrichtlinien für Ihren behandelnden Arzt.

Diese persönlichen Vorsorgeregelungen ergeben sich aus dem Betreuungsrecht und sind vom Gesetzgeber ausdrücklich gewünscht. In den folgenden Ausführungen finden Sie weiterführende Hinweise zu den entsprechenden Vorsorgeregelungen.

 

Welche Vorsorgeregelungen sind für Sie wichtig?

 

Vorsorgevollmacht: 

Rechtswirksame Vertretung für alle Lebensbereiche

 

Betreuungsverfügung:

Umfassende Betreuung im Fall der eigenen Unfähigkeit

 

Patientenverfügung:

Vorgaben für medizinische Entscheidungen

 

Die Vorsorgevollmacht

 

1.Eine Vorsorgevollmacht ist nur dann zu empfehlen, wenn Sie eine

   vertrauenswürdige  Person kennen.

2.Die Vorsorgevollmacht ist geeignet, wenn Sie für den Zeitpunkt der

   eigenen Hilflosigkeit eine rechtswirksame Vertretung wünschen.

   Und

   wenn Sie grundsätzlich keine Kontrolle des Bevollmächtigen durch das

   Vormundschaftsgericht für notwendig halten oder wünschen.

   Wichtig:

   Bestätigung durch

   -einen Notar oder

   -gebührenpflichtig bei dem Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotar-

    kammer (Bundesnotarkammer, – Zentrales Vorsorgeregister –, Postfach

    080151,10001 Berlin; www.vorsorgeregister.de) registrieren lassen.

    Dies empfiehlt sich, weil dann das Gericht im Bedarfsfall Kenntnis von der

    Vollmacht erlangt.

    Es wird dann keinen Betreuer bestellen, weil eine wirksame Vollmacht im

    Rahmen ihrer Reichweite eine Betreuung entbehrlich macht.

   Eine Unterschriftsbeglaubigung ist sehr oft erforderlich bei Erklärungen

   zum Grundbuch oder bei Gerichtsverfahren.

   

 Die Betreuungsverfügung

 

1.Die Betreuungsverfügung ist dann zu empfehlen, wenn Sie niemanden

   kennen, dem Sie eine Vorsorgevollmacht für den Fall späterer Hilflosigkeit    erteilen wollen oder können.

2.Das Vormundschaftsgericht bestellt in diesem Fall, eine von Ihnen

   benannte Person, zum Betreuer und kontrolliert deren Handlungen.

3.Die Betreuungsverfügung ist auch geeignet, wenn Sie festlegen wollen,

  wie Ihr Leben von einem professionellen Betreuer gestaltet werden soll.

4.Der Betreuer ist gesetzlich verpflichtet, sich nach Ihren Wünschen zu

  richten, sofern Ihnen diese nicht erheblich schaden.

 

 Die Patientenverfügung

 

1.Mit einer Patientenverfügung erklären Sie in schriftlicher Form dem

   behandelnden Ärzten gegenüber ihren Willen bezüglich jeglicher

   medizinischer Behandlung für den Fall das Sie sich nicht mehr

   entsprechend äußern können.

   Seit 1.September 2009 gibt es eine gesetzliche Grundlage für die

   Patientenverfügung im Betreuungsrecht.

   Bei Streitfällen ist das Betreuungsgericht zuständig.

2.In einer Patientenverfügung benennen Sie keinen Vertreter, um Ihren

   Willen durchzusetzen.

3.Es wird deshalb empfohlen, die Patientenverfügung mit einer

  -Vorsorgevollmacht oder

  -Betreuungsverfügung

  zu kombinieren, indem Sie in diesen Dokumenten auf Ihre

  Patientenverfügung hinweisen und Ihren Bevollmächtigten oder Betreuer

  beauftragen, Sie auch in dieser Hinsicht rechtswirksam und Ihren

  Wünschen entsprechend zu vertreten.

4.Der Bundesgerichtshof hat mit seiner am 25. Juli 2010 ver kündeten

  Entscheidung zum Thema Sterbehilfe  Rechtssicherheit geschaffen, indem

  er folgendes klarstellt:

  • Der freiverantwortlich gefasste Wille des Menschen muss in allen Lebenslagen beachtet werden.
  • Es gibt keine Zwangsbehandlung gegen den Willen des Menschen.
  • Niemand macht sich strafbar, der dem eindeutig geäußerten oder klar festgestellten mutmaßlichen Willen des Patienten, auf lebensverlängernde Maßnahmen zu verzichten, Beachtung schenkt.( Passive Sterbehilfe!)

  Dieses abgeschlossene Verfahren macht daher auch die Bedeutung der

  Patientenverfügungen deutlich.

  Patientenverfügungen schaffen in einer schwierigen Phase des Lebens

  Sicherheit für Patienten, Angehörige, Ärzte und Betreuer.

  Es sind zahlreiche Vorlagen für Patientenverfügungen im Umlauf.

  Aber nicht alle sind gut und wirklich geeignet.

  Die vom Bundesjustizministerium eingesetzte Arbeitsgruppe 

                „Patientenautonomie am Lebensende“

   empfiehlt, dass eine Patientenverfügung mindestens folgende

   Grundbausteine enthalten sollte:

  • Möglichst genaue Beschreibung der Situation(en), für welche die Patientenverfügung gelten und zur Anwendung gebracht werden soll.
  • Festlegungen zu ärztlichen und pflegerischen Maßnahmen, Schmerz- und Symtom-behandlung, künstliche Ernährung.
  • Wünsche zu Sterbeort und Sterbebegleitung, zum Beispiel Sterben in vertrauter Umgebung.
  • Aussagen zu Verbindlichkeit, zur Auslegung, zur Durchsetzung und zum Widerruf.
  • Hinweise auf weitere Vorsorgeverfügungen, wie z. B.
  • Vorsorgevollmacht oder
  • Betreuungsverfügung.
  • Eventuell Hinweis auf Organspende-Bereitschaft.
  • Datum und Unterschrift.
  • Aktualisierung(en), versehen mit Datum und Unterschrift

Fazit:

Vorsorgeregelungen sind wichtig

– für jedermann ,

– unabhängig vom Alter und der

– Inhalt sollte individuell entschieden werden.

 

Vorsorgevollmacht

– nur mit Vertrauensperson(en) vereinbaren

– Alternative ist eine

Betreuungsverfügung

– Autonomie am Lebensende erfordert eigene

   Erklärung =

Patientenverfügung.

 

Verzicht auf Vorsorgereglungen ist

* ein Fehler,

* Verantwortungslos und

* bedeutet Chaos in Entscheidungs-Situationen

 

 

Ausführliche Hinweise zu den Vorsorgeregelungen finden Sie in den Büchern:

 

„Fit für die zweite Lebenshälfte“

und

„Wichtige Entscheidungen die in der zweiten Lebenshälfte auf Sie warten“

 

Siehe Kapitel: Meine Bücher